Bericht: Installation Ubuntu 8.04

Nach dem ich schon seit Jahren Ubuntu verwende (seit 6.10) und immer wieder auf die neue Version upgegraded habe, dachte ich es wird mal Zeit den alten Ballast loszuwerden und Ubuntu frisch zu installieren.

Download

Die erste Hürde hatte ich schon, als ich mir die neueste CD herunterladen wollte. Sämtliche Server waren hart an der Belastungsgrenze. Ich habe dann aber einen Türkischen Server gefunden (Istambul) der doch mit 100kB/s einen Dowload zuließ. Hocht ganz so schnell aber ausreichend.

CD gebrannt und verifiziert - Fertig.

Den restlichen Tag verbrachte ich (mein Computer) mit einem Backup aller daten auf den Server. Man versucht sich doch abzusichern, wo es nur geht. Dieser Schritt, so stelle sich später heraus, war komplett unnötig.

Installation

CD rein, hochstarten und auf installieren gedrückt. Dann kamen die obligatorischen Fragen: Lizenz annehmen,Zeitzone, Benutzer einrichten.

Als er zur Festplattenkonfiguration kam wurde mir aber etwas mulmig. Warum schraubt er dauernd auf der Festplatte herum?
Die Lösung war einfach. Ich habe zusätzliche noch Windows (ntfs) und eine Partition mit Daten (fat332). Ubuntu versuchte auf der Platte Platz zu machen und testete ob es die bestehenden Partitionen verkleinern konnte. Diese Aktion dauerte doch eineige Minuten.

Erleichtert war ich dann aber, als der Dialog kam, ich auf Manuelle Partitionierung umgeschaltet hatte und sah, dass sich auf der Platte nichts geändert hatte.
Ich hatte bereits eine Partition für Swap und eine / (root) Partition mit ext3. Also wurden auch diese wieder benutzt.

Die Installation verlief danach wie am Schnürchen. Nach einem Reboot war das System ziemlich schnell gestartet. Die neue Version muss schneller geworden sein.

Da das netzwerk sofort erkannt wurde (Ethernet und WLAN) brauchte ich auch hier nichts einstellen.
Nachdem ich bei den Paketquellen die CD entfert und den Spiegelserver aktiviert hatte, kam auch schon der Dialig, dass für meine Grafikkarte (ATI) treiber vorhanden seien. Ein Klick und der DOwnload und die Installation waren durchgelaufen. Diese Aktion benötigte als einzige einen Neustart. (Warscheinlich hätten Strg+Alt+Backspace auch gereicht)

Konfiguration

Nun wollte ich noch die zusätzlichen Pakete installieren. Mittels Synaptic, kein Problem. Da ich Webentwickler bin kam natürlich sofort eine LAMP (Linux Apache Mysql PHP) Umgebung drauf. Geforgt von Netbeans mit OpenJDK und Lazarus.
E-Mail - Thunderbird
Scribus, Inkscape und ein paar weitere Programme rundeten das System ab.

Beim ersten öffnen einer MP3 Datei kam eine Meldung, dass dieses Dateiformat nicht unterstützt wird. Gleichzeitig öffnete sich ein Dialog, der die benötigten codecs herunterlud. Danach startete, ohne mein zutun, die gewünschte Musik.

Fazit

Das Backup der daten dauerte eineinhalb Tage. Die Installation nur drei bis vier Stunden.
Das System läuft schnell und stabil, so wie ich es von Ubuntu gewohnt bin.

Einziges Manko war die Ungewissheit bei der Festplattenpartitionierung. (Hatte mal ein Negativerlebnis mit Gentoo und einem Betainstaller. Brr... )

Der automatisch Codecdownload ist eine tolle Sache, aber ich finde, dass MP3 schon standardmäßig unterstützt werden sollten.

Die Installation ist einfach, schnell und auch von Laien bewältigbar. Vorraussetzung ist aber eine gunte Internetverbindung.